Integrales Christentum

Eine Einführung von Simone Brietzke und Sandra Hauser

[Diese Einführung ist hier auch als PDF erhältlich]

Der christliche Glaube und die christliche Praxis müssen nicht über die Jahrhunderte unveränderlich sein, sondern so wie die Menschen und die Kulturen, in denen sie leben, sich weiterentwickelt haben, so sollten sich auch Religionen weiterentwickeln, wenn es nicht zu schwer auszuhaltenden Diskrepanzen zwischen Wissen, Fühlen und Glauben kommen soll.

Heute sehen wir viele Dinge in einem anderen Licht als vor 500 oder 1000 Jahren. Wir können heute in einem erweiterten Horizont Dinge anders deuten und erklären als damals. Damit verändern sich auch die Bilder und die Sprache, in denen diese Inhalte beschreib- und verstehbar sind. Von dem, was Jesus Christus vermutlich vermitteln wollte, geht dabei nichts verloren – im Gegenteil, wir können es tiefer verstehen!

Der integrale Ansatz hilft beim Umgang mit Glaubenskrisen, kann im Rahmen der Seelsorge oder der spirituellen Begleitung mehr Klarheit schaffen, das geistliche Leben und die Spiritualität bereichern, Konflikte und Prozesse besser nachvollziehbar machen, für sinnvolle Differenzierungen sorgen und vieles mehr. Er wurde bereits konfessionsübergreifend von zahlreichen Christen weltweit für die eigene Theologie und Spiritualität fruchtbar gemacht, bewährt sich im Coaching und überzeugt durch seine praktische Anwendbarkeit.

Der integrale Ansatz ist eine zeitgenössische Meta-Theorie, die bereits vielen Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen (Wirtschaft, Kunst, Pädagogik usw.) geholfen hat, Inhalte neu zu strukturieren, sich selbst und andere besser zu verstehen und neue Lebens-, Arbeits- und Sichtweisen zu entwickeln und zu verwirklichen. Von vielen Menschen wird er auch auf ihre Religion (Christentum, Islam, Buddhismus, Judentum etc.) angewandt.

Der Begriff „integral“ meint „umfassend, einschließend, umarmend, ausgewogen, ganzheitlich“. Demenentsprechend vereint der Ansatz bestimmte Elemente, die jeweils dabei helfen sollen, unterschiedlichen Perspektiven einzunehmen und dadurch zu einem umfassenderen Verständnis einer Sache oder einer Situation zu gelangen. 

Die fünf Elemente, die als Grundlagen des integralen Ansatzes gelten, sind QuadrantenEbenenLinienZustände und Typen. Sie werden gerne mit „AQAL“ (all quadrants, all levels, all lines, all states, all types) abgekürzt.

Hier gehts weiter zu den Grundlagen.

Viel Spaß beim Stöbern!

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