
Schon als Kind stand ich abends lange vor meinem Fenster, hörte Musik, schaute hinaus und fragte mich: Wer bin ich? Was ist das: Leben? Es lag etwas Zeitloses in diesen Momenten.
Heute weiß ich, dass diese Nachdenklichkeit und Sehnsucht zu meinem Wesen und meiner Berufung gehören. Es erfüllt mich, den Dingen auf den Grund zu gehen, Themen von einer Metaebene aus zu betrachten und deren Essenz zu erkennen. Mit der Lebenszahl sieben bin ich von Natur aus mystisch und philosophisch veranlagt und immer darum bemüht, die unsichtbaren Gesetze des Lebens zu verstehen und mich in andere einzufühlen.
Neben Sachbüchern veröffentliche ich auch literarische Texte und male Bilder. Schon mit neun Jahren habe ich begonnen, Geschichten zu schreiben und Comics zu zeichnen; meine ersten Hauptfiguren waren meine Kuscheltiere. In meinen Texten und Bildern interessieren mich innere Konflikte, Mehrperspektivität, Beziehungsdynamiken und spirituelle Suchbewegungen.

Beruflicher Werdegang
Ich bin Jahrgang 1986, habe von 2005-2012 Evangelische und Orthodoxe Theologie in Tübingen, Minsk (Belarus) und Hamburg studiert, bin seit 2019 ausgebildete (Fach)Journalistin und habe einige Jahre als Pfarrerin der Württembergischen Landeskirche (2012-2017) und an der Universität (2022-23) gearbeitet.
Seit 2017, als ich mit meinem ersten Sohn in Elternzeit war, forsche ich zu dem Thema Metatheorie(n) und Mystik. Ich bin verheiratet und Mutter von zwei Söhnen und einer Tochter.
Meine Botschaft
Die „Rück-“ oder „Wiederverzauberung“ der Welt ist DAS Thema der Metamoderne – der zeitlichen Epoche, die heute unter uns ihren Anfang nimmt.
Mystiker und Denker wie Meister Eckhart, Jakob Böhme, Alfred North Whitehead, Sri Aurobindo, Teilhard de Chardin, Joseph Campbell, Alan Watts, Ken Wilber, Roy Bhaskar, Paul Levy, Arnold Mindell u.v.m. sagen alle, jeder auf seine Weise:
Unsere Wirklichkeit ist ein Spiegelbewusstsein, das sich selbst träumt, um sich zu erkennen.
Manche verwenden für das göttliche Bewusstsein auch das Bild eines Computerspielers, der in eine Simulation einsteigt, um sich dadurch Fähigkeiten anzueignen, die er anders nicht lernen könnte.
In der entzauberten Welt projizieren wir alles Symbolische nach außen – in Kunst, Mythos, Religion, unsere Traumwelt – und glauben, wir selbst seien davon getrennt.
In einem Traum hat alles eine Bedeutung: Jedes Ding, jede Begebenheit, jede Person, jede Landschaft. Auch das Unangenehme, uns Feindliche, Böse müssen wir als Teil unseres Selbst erkennen. Alles hängt miteinander zusammen und alles ist Ausdruck unseres Unterbewusstseins.
Wenn wir auch im Wachzustand beginnen zu träumen, wird alles wieder lebendig, sprechend, geheimnisvoll.
Wiederverzauberung ist kein sentimentaler Rückfall ins Magische, sondern ein erwachtes Wahrnehmen des Heiligen im Alltäglichen.
Ich glaube fest daran, dass die christliche Tradition es wert ist, in ihren besten Früchten erhalten und weiter entfaltet zu werden. Unter „Tradition“ verstehe ich ein gemeinsames, überkonfessionelles Gut.
Ohne die Archetypen der Transzendenz, die sich immer und immer wieder in den Narrativen der Heiligen zeigen, ist die Geschichte des christlichen Abendlandes nicht zu verstehen.
Sie müssen wieder zurück in unser Bewusstsein geholt, verkörpert und gelebt werden. Dann haben sie das Potential, nicht nur unser Leben, sondern auch das anderer und die Gesellschaft als Ganzes zu verändern, hin zu mehr Liebe, mehr Verbundenheit, mehr Offenheit, Mut, Tiefe und Lebendigkeit.