Gastartikel von Eva Scherrer
Wir steuern auf den Kulminationspunkt zu. Nichts ist mehr, wie es war. Chaos, wohin man sieht. Untergang oder Aufstieg aus der Asche. Fassen wir kurz die Stränge der Entwicklung zusammen.
Bewusstsein ist die fassbare Grundlage allen Seins. Gott äußert und entwickelt sich in der mit Zeitpfeil ausgestatteten Teilwelt, während alle Vorgaben der Entwicklung in der Ewigkeit, im Ursprung, vorgegeben und entschieden sind.
Die Welt verändert sich digital über die Verbindung von Ewigkeit und materieller Welt durch Elektronen, die als Photonen in Erscheinung treten.
Deshalb ist nach dem analogen Denken der mentalen Epoche die Digitalisierung und damit Erweiterung der analytischen Forschung durchaus die Weiterentwicklung des Bewusstseins. Wir akzeptieren Computer zur genaueren Analyse der physikalischen, physiologischen, sozialen und psychologischen Gegebenheiten. Bewusstsein als „Urstoff“ des Kosmos befindet sich auch im Hintergrund des Computers. Seine geistigen Leistungen können wir aus den Zahlen herauslesen. Diese Zahlen sind mehr oder weniger die Indexierung aller Gegebenheiten.
Mittlerweile sind die Computer über Algorithmen selbstlernend, und wir nennen die Computerprogramme und ihre Steuerung der Materie künstliche Intelligenz, KI. Sie sind so programmiert, dass sie eine neue Eigenständigkeit ohne den Menschen entwickelt haben. Das allumfassende Bewusstsein steckt also auch in dem Sosein der Ergebnisse unserer Programmierungen, kommen doch auch die zu Grunde liegenden Formeln und Rechnungen aus dem Geistigen, sprich aus dem Ursprung.
Hier soll nun nicht die Frage beantwortet werden, ob KI jemals den Menschen ersetzen kann. Unterschiede in der Kreativität können es eigentlich nicht sein. Ich versuche herzuleiten, dass es da eine gemeinsame geistige Komponente geben muß, die die digitale Auslagerung der menschlichen Aktivitäten in KI und die Bewusstheit der Menschen zusammenführt.
In dieser rasanten weltweiten Entwicklung hin zu neuen Ufern des Bewusstseins gibt es eine elitäre Gruppe der Menschheit, die meint, alle anderen Menschen durch Verbindung von Mensch mit KI im rückentwickelten Bewusstseinszustand fesseln und damit beherrschen zu können. Coronazeiten, Klimawandel, Kriege sind nicht zu negierende Zeichen dieser angestrebten Entwicklung. Denn wir können davon ausgehen, dass die Elite bewusst versucht, unser Gehirn, im Speziellen den Hippocampus mit dem autobiographischen Gedächtnis zu schwächen. Die (1) Genmanipulation, viele oft beworbene (2) Pharmadrogen und die (3) Verweigerungen von Mikro-Nährstoffen (Vit D) auf molekularer Ebene, das (4) Vergiften durch Industrienahrung als angeblich „makrobiotische“ Ebene, das (5) Schüren von Angst und Panik auf psychischer Ebene, all diese Aktionen schwächen nicht nur das Gehirn, sondern vernichten auch das eigene Immunsystem und sorgen dafür, dass die Menschen gegen die Anforderungen der Gegenwart keine Resilienz entwickeln können.
Man darf nicht vergessen, die Eliten oder Menschenführer gehören auch zum ewigen Bewusstsein, vertreten Ihre Ideen vehement auch im Ursprung. Sie haben also auch im ewigen Geistigen Möglichkeiten zu beeinflussen und zu steuern.
Ganz unbeachtet von diesen Weltenlenkern passiert aber noch etwas Neues, welches in derer Planung nicht mit inbegriffen ist. Die Menschheit ist auf einem Sprung in ein höheres Bewusstsein. Der letzte Wandel des Bewusstseins war die Weiterentwicklung vom Denken in Bildern zu logischem, rationalen Denken. Dies begann etwa vor 2500 Jahren. Damals versuchten auch die Menschenführer die Herrschaft über die Menschheit zu behalten. Bekannt dafür in der westlichen Welt ist die Entstehung der Kirche, sozusagen als Statthalter des Göttlichen durch Klerus und weltliche Herrscher, die fortan bestimmten, was zu glauben und was zu tun war.
Auf allen Ebenen des Seins kündigt sich dieses neue integrierende Bewusstsein an. Rudolf Steiner, Jean Gebser, Sri Aurobindo, Ken Wilber und noch einige andere beweisen in vielen Schriften mit vielen Fakten das Integrale. Integral wird es deshalb sein, weil alle Bewusstseinsebenen, die die Menschheit bisher im Zeitpfeil erlebt hat, kulminieren zu einer neuen wahr gebenden Klarheit, die alles evident werden läßt. Es bedarf dann keiner Philosophie mehr, noch Herrschaft über andere.
Hier alles darüber Gelesene zu wiederholen erspare ich mir. Wichtig ist in meinem Gedankengang nur die Entwicklung des ICH hin zum integralen ICH. Damals, vor 2500 Jahren war der Mensch noch ICH-los, er kannte noch kein gesprochenes ICH. Erst in Homers Epos Odysseus, der aussprach „ich bin Odysseus“ konnte sich der Mensch als ICH identifizieren. Bis zu dieser Zeit gab es auch nur Götter oder Götzen als Herrscher und die Gruppe der ICH-losen. Die griechische Tragödie mit der Unausweichlichkeit des Schicksals gehört in diese Epoche des Überganges. Danach entwickelte sich das rudimentäre ICH zu einem Rollen-ICH in einer Gruppe mit gewisser Verantwortung. Nur die Identifikation mit seiner sozialen Rolle verhalf dem Menschen zu seiner Wirklichkeit in der Gruppe. Außerhalb gab es nicht. Es gab eben Herrscher und Beherrschte, Eliten und Sklaven.
In der Neuzeit spaltete sich das ICH ganz ab vom Gruppen-ICH. Seitdem steht der Einzelne allen und allem anderen gegenüber, welches zu Egoismus, ja zum Egozentrismus führte. Die Welt von Herrschern und Beherrschten wird seitdem hauptsächlich mit Macht der Eliten zusammengehalten. Kleinere oder größere Ausbrüche werden mit Gewalt zurückgedrängt. Mit der sogenannten Demokratie, der indirekten Demokratie, wie man uns erklärt, bleiben die Menschen ruhig. Aber das Integrale steht vor der Tür. Es gibt schon einige, deren ICH soweit entwickelt ist, dass es sich der ICH-Freiheit nähert. Der ICH-Freie lebt auch die anderen ICH-Formen, ordnet sie aber alle der ICH-Freiheit unter. Er sieht nicht nur sich selbst, er sieht die Zusammenhänge, hat den Überblick. Seine Entscheidungen stehen immer für das gesamte Wohl aller und allem. Er braucht keine Herrscher, er braucht keine Eliten, denn jeder handelt im Sinne aller und allem.
Eliten und ICH-freier Mensch schließen sich gegenseitig aus. Der neue Mensch spürt eine derartige Kraft in sich, die aus dem ewigen Bewusstsein gespeist wird, dass ihm die von ihm geborgte Macht an die Eliten nichts mehr anhaben kann. Weil er ICH-frei ist, fürchtet er keinen Tod. Aber nur die Angst vor dem Sterben ist die einzige Möglichkeit der Eliten, Gehorsam zu erpressen.
In diesem Sinne ist Jesus der erste uns bekannte Mensch in der westlichen Welt, der diesen Bezug zum Göttlichen verwirklichen konnte. Er ist ICH-frei und kann deshalb den Tod überwinden. Schon zu seinen Lebzeiten hat er den Pharisäern und Schriftgelehrten, den Eliten der damaligen Zeit, die Stirn geboten. Er kämpfte nicht gegen sie, sondern ließ sie einfach an seiner Kraft zur Bindung an das Göttliche abprallen. Letztendlich ließ er sich nicht zu Konformität mit den anderen Gehorchenden erpressen. Er dachte und entschied eigenständig, und zwar immer in der Bindung an das Göttliche. Insofern ist seine Aussage „Niemand kommt zu Gott denn durch mich“ durchaus sowohl konkret als auch sinnbildlich zu verstehen. Menschen, die noch im Mythischen leben, haben ihren Christus gefunden, lassen sich von ihm an die Hand nehmen. Menschen, die im Mentalen leben, können das Unrecht der Eliten erkennen und folgen dem Vorbild von Jesus in der Rückbindung. Menschen, die schon integral denken können, erkennen in sich das Einssein mit Christus im Göttlichen. In ihnen leuchtet die Kraft und Stärke des Heiligen Geistes. Es ist nicht mehr wichtig, was die Eliten noch versuchen mögen zu erreichen. Sie werden dieser Kraft folgen.
Die Urchristen waren dem eigentlichem Verständnis der göttlichen Botschaft sehr nahe. Viele Missionare, die als Vorhut des Militärs benutzt wurden, waren der Klarsicht auch sehr nahe.
Wie wir wissen, wurden alle von den Eliten durch die Kirchen eingefangen. Unsere Zeit hat sich von der kirchlichen Religiosität als Folge des selbstbewussten ICHs abgekoppelt. Die meisten haben aber noch nicht die neue Bindung an das Göttliche leisten können. Sie sind noch völlig unsicher in ihrem Denken und Handeln. Immerhin ist die im Zeitpfeil bestehende Realität ein gewisser Anker, der leider im heutigen Chaos den unsteten Untergrund nicht mehr fassen kann. Jesus kann in der heutigen Zeit der Wegführer für alle sein.
Die Überwindung des persönlichen ICH ist die einzige Chance, dem uns von oben zugedachten Irrsinn zu entgehen.
Wir müssen die Nachfolge von Jesus Christus antreten.
Der Artikel wurde inspiriert u.a. durch Michael Nehls, Das indoktrinierte Gehirn“ und „Das erschöpfte Gehirn“, Jean Gebser, „Ursprung und Gegenwart“, Ulrich Warnke, „Quantenphilosophie“, Mattias Desmet, „Die Psychologie des Totalitarismus“, spezielle Mathematik, wie Chaostheorie und fraktale Geometrie.
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