Gewebe der Realität: Geschichte und Wahrnehmung

Published by

on

Gastartikel von Eva Scherrer

Einleitung

Gestern hörte ich ein Interview mit Gerd Reuther (Link siehe unten). Der Mediziner, der mit einer Historikerin verheiratet ist, beschreibt die zwei Sichtweisen der Geschichtsschreibung: Die Offizielle, die Interessen geleitet ist, und die andere, die massiv unterdrückt wird, aber der Wahrheit viel näher kommt. Als Beispiele nennt er die Impfgeschichten von Pocken, die spanische Grippe. Er bleibt aber nicht nur im medizinischen Bereich. Nein, überall wird die Geschichte so aufgehübscht, dass ganz bestimmte, so gewünschte Narrative und Fakten verbreitet werden. Unter anderem stellte er fest, dass es in der Zeit des Mittelalters von 700 bis 1300 fast keine Originalquellen gibt. Es gab nur Sekundärquellen, die von Mönchen abgeschrieben waren. Interessengeleitet? Was passierte in der Zeit wirklich? Wir wissen es nicht.

Schauen wir in die Gegenwart. Auch wir bekommen ein Ereignis – schon fast wieder vergessen – nach einer bestimmten Zeitspanne erneut so dargeboten, dass sich – ganz logisch durch weglassen oder umdeuten – ein gewolltes in eine bestimme Richtung geleitetes Gefühl einstellt. Sind wir die Guten, die anderen die absolut Bösen? Wir hören es doch jeden Tag in den Nachrichten.

Fazit ist, dass die Geschichtsschreibung immer von Interessen bzw. Sichtweisen geleitet wird. Nie erfahren wir etwas Objektives.  Damit wird die Gegenwart ganz massiv beeinflusst und in eine gewollte Richtung gelenkt. Wir sind wieder kriegsbereit!

Der sich daraus ergebende Schluß wirkt im ersten Moment völlig rätselhaft, ja völlig irrational für einen rationalen Menschen. 

Sieht Gerd Reuther das richtig? Wir sollten, so laut seiner Argumentation, die Fakten-basierte Geschichte einfach vergessen. Die wird nie zu finden sein. Im Prinzip sei sie ja auch gar nicht wichtig. Nein, es wären unendlich viele Geschichten. Denn nur in unserem kollektiven Unbewussten tragen wir die einzige wahre Geschichte. Diese Menschheitsgeschichte finden wir in allen Religionen, Mythen, Legenden, Märchen. Es sind die Archetypen, die Symbole, die Talismane, die Sitten und Gebräuche, die Memes, wie man heute sagt. Nur hier finden wir die Wahrheit über uns, die für unsere Gegenwart relevant ist, die unsere Zukunft mitbestimmen sollte.

Wenn ich nun das chinesische oder das japanische Volk mit seiner seit 5000 Jahren gewachsenen Hochkultur sehe, so wird auch klar, was eine Kultur ausmacht. Allein welche Symbolik steckt in den unendlich vielen Schriftzeichen! Unsere 26 Buchstaben erscheinen dagegen armselig, wenn man bedenkt, dass bei uns die Bedeutung des Geschriebenen in ganz erheblichen Maße vom Zeitgeist beeinflusst wird, oder gar ganz aus dem Vokabular durch Alternativwörter verbannt wird. Gerade weil wir uns in der Gegenwart, von unserer geistigen Heimat verabschieden, unsere Kultur vergessen, werden wir zu Unfreien und Untertanen derer, die uns ihre Geschichten so erzählen, dass wir gezwungen sind, nur in bestimmten Worten denken und fühlen zu können. Wie wird hiermit auch unser christlicher Glaube verfälscht? Sollten wir uns nicht besser auf die Mystiker unseres Glaubens einlassen, als auf Worte in der kirchlichen Gegenwart zu hören?

1 . Subjektive Innenwelt und die objektiv erscheinende Außenwelt als Entwicklung in der Menschheitsgeschichte 

In der Einleitung wurde die Behauptung aufgestellt, dass Geschichte niemals objektiv sein kann, stattdessen die Menschheit in eine bestimmte Richtung der Wahrnehmung gedrängt wird und somit manipulierbar ist.

Wir sollten uns lieber auf die Mythen, Märchen, Sagen und Geschichten verlassen, da sie den wahren Kern der Menschwerdung und unserer Vergangenheit tragen. Nur im Wissen und Handeln dieser geistigen Grundlage (kein rationales Wissen, sondern Wissen aus der Intuition) können wir die Gegenwart verstehen und die Zukunft selbstbestimmt gestalten.

Man muß nicht lange darüber nachdenken, um zu dem Schluß zu gelangen, dass der Mensch nur so selbstbestimmt leben kann. Das Wissen spricht für sich. Hier hat nicht eine ominöse herrschende Kaste die Wissenschaft in ihrem Sinne gelenkt. Jeder kann es in sich Fühlen. Wie kann man dieser Theorie rational auf den Grund gehen? 

Erkenntnisse, die sich alle sehr ähneln, jeweils einen etwas anderen Aspekt der oben genannten Behauptung in den Fokus stellen, haben sich über Jahrhunderte gehäuft. Diese einzelnen Fäden der Weltgeschichte versuche ich nun miteinander zu verknüpfen, um daraus ein ganzes, mit selbstähnlichen Mustern ausgestattetes Gewebe erscheinen zu lassen. Im Prinzip geht es bei der Erstellung dieses Gewebes immer um das Grundthema, die subjektive Innenwelt und die objektiv erscheinende Außenwelt in Verbindung zu setzen.

2. Gefühlswelt und die von ihr streng getrennte Geisteswelt (Neuzeit seit Descartes)

Descartes brachte es auf den Punkt. „Ich denke, also bin ich“. Wir stehen zwischen rationalen Fakten und mythischen Sinneswahrnehmungen. Descartes teilte die Welt genau in diese zwei Bereiche und gab dem Denken den Vorzug. Weil wir nur durch unsere fünf Sinne mit der Außenwelt verbunden sind, uns diese Sinne aber täuschen könnten, setzte Descartes das Denken (in Begriffen) als die Grundlage des Seins. Vorläufer dazu finden wir schon in der Bibel: „Am Anfang war das Wort“ (Johannes 1:1-18). Das Wort als göttliches Abstraktum bringt das Licht Gottes, welches die Welt entstehen läßt. Das Wort als Übersetzung von Logos wird seit Descartes sehr einseitig als Gedankenleistung dargelegt. Wir haben zum ersten Mal die ganz bewusste Trennung der aus den fünf Sinnen sich entwickelnden Gefühlswelt und der von ihr streng getrennten Geisteswelt.

3. Dreifachgehirn in der Biologie

Plausibel wird dieser Gedankengang durch die Entwicklungsgeschichte des Nervensystems, speziell des Gehirns, welches etwas vereinfacht erklärt heute als Dreifachhirn erscheint. Der älteste Teil ist das Stammhirn, auch als Reptiliengehirn bezeichnet. Alle zum physischen Überleben notwendige Teile werden hier geregelt. Darauf aufbauend entstand das Limbische System, das Altsäugerhirn, in welchem alle Gefühlsregungen verwaltet werden, Impulse zum Handeln initiiert werden. Sexualtrieb, Aggression, Liebe. Darauf noch einmal aufbauend entstand der Neocortex, das Neusäugerhirn, in welchem sich mit der Entstehung des Sprachvermögens auch Denken entwickeln konnte. Speziell der Frontallappen entwickelte sich besonders beim Menschen, der ihn dazu befähigt, auch abstrakt Mathematik, Philosophie etc. denken zu können.

4. ES, ICH, Über-ICH, Bewusstsein und Unterbewusstsein bei    Sigmund Freud.

Sigmund Freud baute auf den Erkenntnissen Platons sein Strukturmodell auf. Eigentlich war er der erste, der Bewusstsein ganz strikt von Unterbewusstsein trennte. In der Endfassung stellte er drei Instanzen vor, die den Geist des Menschen ausmachen. ICH, ES und Über-ICH. Wieder finden wir eine psychisch-gefühlsmäßige Instanz, die nur den fünf Sinnen unterworfen ist, das ES. Das ICH ist das im Hier und Jetzt lebende ICH, welches rational denkt und handelt. Das Über-ICH sind die Sitten und Gebräuche, die Memes in der jeweiligen Gesellschaft. Freud ging davon aus, dass das ICH als Vertreter der Vernunft, ganz im Sinne der Aufklärung, diese drei Bereiche zu einem Konsens führen muß, will der Mensch gesund bleiben. Bewusstsein ist für ihn der Zustand des ICH, Unterbewusstsein, umschließt den Bereich des ES und des Über-ICHs. 

5. Kollektive unbewusste und morphogenetische Felder

C.G.Jung erweiterte dieses Konzept um das Kollektive Unbewusste. Im Gegensatz zu Freud ging er davon aus, dass alle Lebewesen, speziell der Mensch über ein allgegenwärtiges gemeinsames Urwissen – die Archetypen oder Urbilder – mit allem verbunden ist. Erst aus dieser Annahme heraus kann man die Psyche eines Menschen verstehen, der in Konflikt mit diesen Archetypen gerät. Morphogenetische Felder von Rupert Sheldrake weisen in eine ähnliche Richtung. Hier werden neue Verhaltensweisen oder Erkenntnisse zeitgleich und überallhin übertragen. Tiere können weltweit  dieselben neuen Verhaltensmuster zeigen, z. B. entdeckten Newton und Leibniz zeitgleich die Infinitesimalrechnung. Beispiele könnte man noch viele nennen.

6. Gebser und das integrale Bewusstsein, Integration von      bebilderter Gefühlswelt und Gedankenwelt.       

Jean Gebser beschrieb in seinem Lebenswerk in vielen unterschiedlichen Forschungsdisziplinen eine Entwicklung des Bewusstseins analog dem Dreifachgehirn. Es gibt die archaische, rein vitale Stufe, die magische und mythische Stufe, die in Bildern und Gefühlen leben und die rationale Stufe, die denkt und bewertet, sich selbst gerne ad absolutum setzen möchte. Essenz seiner Forschungen auf allen Gebieten ist, dass das rationale Bewusstsein, da überlebt, sich nun zu einem integralen Bewusstsein entwickeln muß, welches die vorherigen Stufen mit einbezieht. Gebser erkannte, dass erst auf der Höhe des integralen Bewusstsein eine freie Auswahl der einzelnen Ebenen für das Erkennen und Handeln möglich ist, sodass der Handlungsspielraum nun wesentlich weiter gefasst werden kann. Ebenen des Bewusstseins nannte er nun Frequenzen, die man, je nach Bedürfnis alle nutzen kann. Um Gebser wirklich zu verstehen, muß man noch einen Schritt weitergehen und akzeptieren, dass Raum und Zeit neu gedacht werden müssen, weil sie ganz andere Instanzen in unserem Leben sind. Der Ursprung ist in seinem Gedankengebäude die ewige Zeitlosigkeit, mit der wir immer in der Gegenwart in Verbindung stehen. Er kommt zu dem Schluß, dass Ursprung Gegenwart ist. Wir werden raumfrei, zeitfrei und ichfrei werden. Das neue Bewusstsein integriert die von den fünf Sinnen inspirierte, die durch Intuition gefühlte innere Welt und die rational-gedachte Welt der Gegenwart.

7. Relativitätstheorie, Quantenphysik

Albert Einstein und die anderen Weisen des 20. Jahrhunderts entdeckten in der Physik so viel Neues, was mit der klassischen Physik nicht in Einklang zu bringen ist. Es wird gelehrt – aber die wenigsten verstehen die Konsequenz. Max Planck fand mit dem Wirkungsquant, dass Zeit nicht linear verläuft, dass es Sprünge ohne Zeit gibt. Einstein brachte uns die Erkenntnis von der Äquivalenz von Energie und Materie nach E = mc2, der Raumkrümmung und der Raumzeit. Heisenbergs Unschärferelation und Schrödingers Katze (die ja, solange sie unbeobachtet ist, weder lebt noch tot ist) brachten endgültig das Bewusstsein mit ins Spiel. Und zwar nicht als kleine Randerscheinung, sondern als steuerndes Element der Wirklichkeit. Bewusstsein schaltet Realität. Die Welt ist jetzt  geteilt in Bewusstsein und Materie. Bewusstsein ist Urgrund allen Seins. Durch Bewusstsein wird Geist in Form von Information in die Welt getragen. Lassen wir es einstweilen dabei, denn das ist für uns Rationalisten nicht verständlich. Wir müssen den Referenzrahmen, der aber weiter mit der Naturwissenschaft kompatibel sein muß, in höhere Dimensionen erweitern.

8. Elementarteilchenphysik und Kosmologie

In der Teilchenphysik geht es weniger um die Komplementarität von Materie und Energie, sondern um die Kräfte, die die Materie im Innersten zusammenhält und welche Energie/Information/Bewusstsein dafür vorhanden sein muß. Spätestens jetzt erkennt man, dass es keinen Weg zurück in die Rationalität gibt. Es ist vergeblich, denn all die Ungeheuerlichkeiten der Quantenphysik potenzieren sich noch. Jetzt werden Materie und Vakuum als Gegensätze anerkannt. Nur Materie gehorcht den Gesetzen von Kraftübertragung (ohne Krafteinwirkung keine Änderung in Raum und Zeit). Im Vakuum aber gibt es per Definition keinen Raum und keine Zeit, dafür Quantenfluktuationen, die schon in der Quantenphysik besprochen wurden. Wir haben nun rein physikalisch den „Ort der Ewigkeit gefunden“ – im Quantenvakuum. Aus unserer Sicht heraus besteht das Universum zu 95 % aus Vakuum und nur zu ca. 5 % Materie. 95 % der physikalischen Wirklichkeit sind uns noch gänzlich unbekannt. Auch dort postulierte Dunkle Materie und Dunkler Energie sind nicht physikalisch messbar, sondern nur indirekt ermittelt. Ganz verstörend wirkt der Fakt, dass in diesen „Räumen“ des Vakuums, die wir nur außerhalb von ihnen als Räume bezeichnen können, die Lichtgeschwindigkeit nicht mehr begrenzend wirkt. Alles ereignet sich im ganzen Universum simultan, die Lichtgeschwindigkeit wird unendlich, Verrückte Dinge gibt es, wenn wir versuchen Kontakt mit dem Vakuum zu bekommen. Fliegt ein Teilchen schneller als mit Lichtgeschwindigkeit, (so von Nicola Tesla gefundenen elektromagnetischen Longitudinalwellen), so begibt es sich in Richtung Vergangenheit. Alles ist möglich. Alle jemals im Vakuum abgespeicherten Informationen können zugänglich sein. Ist es so eine Art Super Cloud eines multidimensionalen Speichers? Welchen Code braucht man, um ihn auslesen zu können? Die grundlegende Frage ist also, wie kommunizieren Ewigkeit und in Raum und Zeit befindliche Materie? Wie kommuniziert Geist über das Bewusstsein mit der materiellen Welt? Auch hier fand man grundsätzliche physikalische  Antworten. Über Elektromagnetismus und Gravitation. Die Realität läßt sich digital herunterbrechen auf aktivierte oder deaktivierte Elektronen, sichtbar als Photonen. Kennen wir das nicht schon aus einem ganz anderen Kontext? „Es werde Licht!“ Das vermutete Konzept hat man erstmals mit dem im Jahre 2013 am CERN in der Schweiz nachgewiesenen Gottesteilchen, dem Higgs-Boson bestätigen können. Es ist ein Vermittler zwischen den Welten, zwischen Geist und Materie.

9. Quantenphilsophie

Die Quantenphilosophie ist heute die ultima ratio. Geist, bestehend aus überlagerten Vakuumwellen des unendlichen Informationsspeichers, kommuniziert über die fünf Sinnesorgane und den sich daraus entwickelten zugehörigen Gefühlen (siehe Entwicklungspsychologie) mit der Realität, und ermöglicht dadurch Krafteinwirkungen in der Raumzeit. Es schafft so Realität. Quantenphilosophie beschreibt auf geistiger Ebene, physikalische Gegebenheiten nutzend, die Wirklichkeit auf einer verbindenden Ebene von Geist und Materie. Die von Descartes einmal postulierte Trennung von Verstand und Sinneswahrnehmung wird wieder aufgehoben. Materie und Geist sind die komplementären Seiten der Wirklichkeit. Wir haben nun den „Ort“ des unendlichen Speichers aller Information gefunden, wissen, wo unsere Archetypen, und Geschichten immer zu finden sind, und müssen erkennen, dass die Vernunft nur Mittel zum Ziel ist, die Gefühls-beladenen Möglichkeiten in der Realität zu verankern.

10. Mathematik und Musik

Die Mathematik, speziell die Chaostheorie und die Fraktale Geometrie bilden rein geistig die beiden komplementären Teile der Wirklichkeit. Virtualität und Realität werden wunderbar in ihren Formen und Bildern zur Geltung gebracht. Bevor Physiker neue Gesetze und Erscheinungen in der Welt erklären können, spielen die Mathematiker aus Lust an der Logik mit ihren Formeln und verhelfen so mit ihren virtuellen Vorstellungen und Beweisen den Gesetzen der Physik in die Realität. Erst um 500 nach Christus wurde die Null in Indien erfunden. Ohne Null keine Elektrizität, keine Digitalisierung, ohne Infinitesimalrechnung keine Reisen ins Weltall, ohne die komplexen Zahlen keine wunderschönen Apfelmännchen der fraktalen Geometrie. Ohne sie keine Welt innen, getrennt von der Welt außen in unendlichen Holons. 

Selbst Musik weist dieselbe innere Struktur auf.

Wer sich auf eine Solosonate von Bach einläßt, sieht die Noten und Klänge in Raum und Zeit, denen eine geistige Struktur zugrunde liegt. Man kann es synästhetisch als Häkelmuster im Gewebe wahrnehmen.

Und nun fügen sich die vielen Fäden der unterschiedlichsten Wissenschaften zu einem wunderschönen Gewebe der Realität. 

Fazit

Die Neuzeit begann mit der Maxime „Ich denke, also bin ich“. Wir stehen zwischen rationalen Fakten und mythischen Sinneswahrnehmungen. Descartes teilte die Welt genau in diese zwei Bereiche und gab dem Denken den Vorzug. Aber weil sich alle nur möglichen Fakten aus unseren fünf Sinnen speisen, muß die Welt rein subjektiv sein. Das Denken kann nicht der Ursprung sein. Die Entwicklungspsychologie lehrt uns, dass die vorhandenen Urgefühle wie Lust, Schmerz, Freude etc. durch den Eindruck der fünf Sinnesorgane mit der Realität verknüpft werden. Es entsteht Information, die nun gedeutet, und damit dem Denken unterworfen werden kann und Sinn macht.

Aus der Quantenphilosophie ist auch bekannt, dass nur Gefühle – nicht der Verstand – die Realität schalten. Das Denken ist eine ganz neue Errungenschaft des Menschen, die ihm vielfältige technische Möglichkeiten, seine Umwelt umzugestalten erlaubt hat. Diese Umwelt wird aber einzig aus der Tatsache heraus wirklich, weil meine fünf Sinne dies mir aufgrund von Gefühlen sagen. 

Erkenntnisse von Marcus Schmieke, die „orthogonale Komplementarität“, versuchen diese Innen- und Außenwelt miteinander in Einklang zu bringen. Physikalisches (faktenbasiert) und Psychisches (rein Gefühls-basiert) werden in Einklang gebracht. Die aus der Vergangenheit gekommene Intuition, wir kennen sie als Bauchgefühl, trifft auf die aus der Zukunft gespeiste Intention, der Wille zur rationalen Gestaltung.

Ist diese fünf Sinne basierte Innenwelt mit der Fakten-basierten Außenwelt im Einklang, agieren sie zusammen, so ist der Mensch in der Ordnung.

Daraus leiten sich alle anderen Werte und Erkenntnisse ab. 

Quod fuit demonstrandum.

Diese ganzen Ausführungen basieren natürlich auf meiner Gefühls- und Wissenswelt. Sie ist, wie bei jedem von uns, einmalig, und niemand kann sie wirklich teilen. Aber man kann nach gemeinsamer Basis suchen, Teile herausnehmen, und in die eigene geistige Entwicklung integrieren. So bilden wir Memes.

Ausgewählte Quellen:

https://apolut.net/im-gespraech-gerd-reuther-hauptsache-panik-ein-neuer-blick-auf-pandemien-in-europa

Ulrich Warnke: Quantenphilosophie und Internet. Der Zugang zur verborgenen Essenz des menschlichen Wesens, Scorpio Verlag 2013.

Markus Schmiedeke: Transzendentalphilosophische Begründung der Einheit physikalischer und psychischer Grundbegriffe, Tattva Viveka Nr. 81, https://www.tattva.de/die-orthogonale-komplementaritaet/

Schreibe einen Kommentar

Entdecke mehr von Sandra Ulrike Hauser

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen