Gastartikel von Eva Scherrer
Euch allen wünsche ich ein schönes, sonniges Pfingstfest!
Die erwarteten Pfingstfeiertage haben uns schon immer mit Vorfreude begleitet. Sie stehen für die Lust der frühen Sommerzeit, für die vielen gemeinsamen Aktivitäten. Endlich wieder draußen sein, endlich wieder diese ganz besondere, schon fast verloren geglaubte Lebenslust spüren!
Und die wenigsten wissen, warum Pfingsten, dieses wunderbare freie Wochenende überhaupt gefeiert wird, warum man es feiern sollte.
(Anm. Sandra: Bundeskanzler Merz schlug bereits vor, den Pfingstmontag als gesetzlichen Feiertag abzuschaffen!)
Theologen erklären uns etwas über den Heiligen Geist, symbolisiert in der Friedenstaube. Aber bietet das außer im Gottesdienst überhaupt Grund zum Innehalten und in sich gehen?
Der Heilige Geist war in Kindertagen etwas, was man eh nicht verstehen konnte. In reiferen Jahren wurde er zum Bindeglied der Lehrmeinung zur christlichen Dreieinigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Beginnt man integral den Heiligen Geist zu durchdringen, so kann man den größeren Zusammenhang erkennen. Jesus fuhr nach oben gen Himmel, und damit wurde er als Mensch zur göttlichen Instanz. Die Antwort kam von oben, indem die göttliche Instanz sich im Menschen hier unten manifestierte.
Nach einigem Wälzen und Wägen in meinem Kopf bekam Pfingsten für mich plötzlich einen fassbaren Sinn, dem ich nachgehen kann. Das Pfingstereignis beeinflusst nämlich nicht nur zu Pfingsten, es ist Richtschnur für jeden Tag.
Mit der Friedenstaube als Symbol beginnt der göttliche Ursprung zu wirken. Gott gibt sich in seinem Sein zu erkennen.
Dafür steht nicht zuletzt das klassische Ideal des 19. Jahrhunderts, auch dank Ken Wilber zu neuem Leben erwacht: Das Wahre, das Gute und das Schöne.
Und genau dieses Ideal gilt für mich als Aussage über Gott:
- Das Wahre ist das durch Vernunft und Erkenntnisvermittlung erarbeitete Wissen über das Sosein.
- Das Gute ist die in allen Kulturen vermittelte sittliche Ordnung, die für uns in den 10 Geboten das gedeihliche Miteinander der Menschen ermöglicht.
- Das Schöne ist die Rückbindung an die schöpferische Kraft, die Kunst, die uns durch Musen vermittelt wird, oder integral direkt wahrgenommen oder wahrgegeben wird.
Dem gegenüber steht das Absolut Böse. Laut einiger Bibeltexte wird sich das Absolut Böse selbst vernichten, wenn die Zeit gekommen ist.
Für uns ist es in der heutigen völlig kranken Zeit nicht leicht, uns auf das klassische Ideal zu fokussieren. Beginnend mit der Wissensvermittlung müssen wir feststellen, dass wir uns schon seit sehr vielen Jahren nicht frei informieren können, auch nicht an neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen teilhaben können. Wer aufmerksam beobachtet, muß feststellen, dass in den Schulen und später in den Universitäten immer die Konformisten und Jasager die besten Zeugnisse und später lukrativsten Posten bekommen. Diskussionen sind unerwünscht. Die Eliten steuern unser Wissen.
Anders ist es nicht zu erklären, dass die herrschenden Ideologien so großen Einfluss auf unser Allgemeinwesen erreichen konnten. Coronazeit, das CO2 Narrativ, die neue Kriegsbegeisterung sind Zeichen einer völlig gestörten menschlichen Vernunft, die keinen Zugang mehr zu echtem Wissen hat.
(Anm. Sandra: Dazu fällt mir ein Buchtipp ein. Raphael Bonelli: Kopflos: Wie Denken funktioniert. Warum wir es verlernt haben. Wie wir es zurückgewinnen, 2026)
Statt dessen werden wir mit Angstszenarien immer tiefer in die geistige Regression getrieben.
Auch das Gute in uns wird zunehmend von den Meinungsmachern in Frage gestellt. Wie kann es sein, dass man Menschen aus der Gesellschaft ausschließt, den Dialog mit ihnen verweigert. Wie kann man Menschen so herabwürdigen, dass man meint, sie töten zu müssen. Was denkt sich die Amtskirche dabei, Menschen wegen falscher Ansichten ausschließen zu müssen?
Wir leben in einer Zeit des Werteumkehrs. Denkt noch jemand an die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Paris, wo das Satanische verherrlicht wurde? Beobachten wir nur die gegenwärtige Weltpolitik: Mit welcher diabolischen evangelikalen Chuzpe der Krieg Israels und der USA gegen den Iran inszeniert wird!
Das Schöne im Leben sollte die Kunst sein, entstanden aus der Kreativität besonderer Menschen. Aber auch die Kunst ist zunehmend dem kranken Zeitgeist unterworfen. Neu geschöpfte Werke werden ,tausendmal geliked, weiter verbreitet, und mit jedem Klick generiert sich ein kleines Sümmchen mehr. In der Masse der neuen Schöpfungen verliert sich die tiefere Beschäftigung mit dem Sinn dieser Kunst. Denn spätestens Morgen kommt das neue Borstenvieh um die Ecke des globalen Dorfes.
Alles ist vermasst, in Profitzahlen messbar. Alles Schöne und Menschliche wird nach und nach im Fluß des Vielen schnell wieder aus unserem Kopf verbannt und vergessen.
An uns, die wir versuchen, hinter die tiefere Wirklichkeit zu schauen, obliegt es, diesen Teufelskreis, in den uns dunkle Kräfte gezwungen haben, mit der Kraft unseres Geistes wieder zu verlassen. Es wird sehr schwer. Es wird nur funktionieren, wenn wir uns diesem Kult verweigern, ihm keine Energie mehr zufließen lassen. Das Böse wird sich so aus Mangel an Energie selbst vernichten.

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