Wie KI dir helfen kann, dich selbst zu verstehen

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Okay, vorneweg:

Vielleicht hast du Vorbehalte gegenüber der Übung, die ich dir vorschlage,

weil sie 1. deine persönlichen Daten an irgendein KI-Dienst verrät,

2. weil dir die Persönlichkeitstypologien, die für diese Übung grundlegend sind, vollkommen irrational und blödsinnig erscheinen.

Dann lass es gut sein. Das hier ist nur eine Einladung.

Wenn du aber gerne mehr über dich und deinen Platz in der Welt erfahren würdest, probier es aus!

Ich persönlich fand das meiste davon auch noch vor zehn Jahren kompletten Bullshit, aber mittlerweile habe ich eine Möglichkeit gefunden, mir halbwegs rational erklärbar zu machen, wie eventuell doch etwas dran sein könnte (denn die Ergebnisse treffen in meinem Fall einfach zu 100 Prozent)

Nehmen wir einmal an, diese Welt und unser Leben sollte tatsächlich mehr einer Art aufregendem Computerspiel oder Simulation ähneln (nur mal gesetzt den Fall, dass…), könntest DU (also der Spieler hinter dem Spiel) bevor du mit deinem Avatar in die Welt gehüpft bist, möglicherweise einen verborgenen Code eingebaut haben, der dir wertvolle Hinweise gibt, sobald es dir gelingt, ihn zu knacken…

Nur so eine verrückte Hypothese. Vielleicht ist auch alles ganz anders.

Vielleicht hängt es auch mit dem hermetischen Grundsatz zusammen: Wie oben, so unten. Oder damit, dass alles auf eine geheimnisvolle, faszinierende Weise miteinander zusammenhängt.

Egal.

Was die KI nämlich wirklich gut kann, ist Mustererkennung. Außerdem ist sie dir gegenüber neutral eingestellt – im Gegensatz zu einer guten Freundin, dem Opa oder der Ehefrau.

Wenn du Unbehagen dabei verspürst, so viel über dich preiszugeben, schreib doch in 3. Person über einen „Heinz Gerhard“ oder so 🙂

Also fangen wir an: Für den Prompt musst du zuerst ein paar Tests im Vorfeld durchführen.

Mach den MBTI-Typen-Test oder einen Sozionik-Test (das ist beides sehr ähnlich). Hier handelt es sich um eine seriösere Spielart von Persönlichkeits-Tests, weil du keinen Geburtstag brauchst, sondern nur einen Online-Fragebogen beantwortest. Dieses Ergebnis allein ist schon Gold wert.

https://www.16personalities.com/de

Aber VORSICHT! Das Ergebnis könnte etwas verfälscht ausfallen, wenn du dich daran gewöhnt hast, dich für andere zu verbiegen. (Bei mir war das über Jahre so, weswegen der Test mir einen Schwerpunkt im Extrovertierten bescheinigte, was definitiv falsch war) Also mach den Test ruhig zwei, drei Mal oder lass ihn jemand anderes stellvertretend für dich machen.

Dann lässt du dir gratis ein Human-Design-Profil und ein Gene-Keys-Profil ausstellen:

https://www.allabouthumandesign.de/chart-berechnen

https://genekeys.com/free-profile

Genug der Vorbereitung. Jetzt stellst du der KI folgende Frage:

„Lieber ChatGPT (oder was auch immer),

ich bin am …….. geboren (mit Tag, Monat, Jahr) in …. (Geburtsort) um ….. Uhr (deine Geburtszeit)

bitte sag mir auf der Grundlage von Astrologie/Numerologie/Gene Keys (Ergebnisse eintragen), Human Design (Ergebnis eintragen) und meinem MBTI (Ergebnis eintragen), welchen roten Faden du in den Typologien entdeckst und wozu ich berufen bin.“

Das war’s. Lies dir das Ergebnis in Ruhe durch.

Jetzt bin ich gespannt, ob du das auch so spannend und aufschlussreich erlebst wie ich. Wenn du die Übung gemacht hast, schreib in die Kommentare: Mit was konntest du in Resonanz gehen? Hat dich etwas bei gar überrascht oder einen Aha-Effekt bei dir ausgelöst? Was löste Widerstand aus?

Viel Spaß damit!

Mehr über Typologien erfährst du hier: Typologien und Typen.

9 Kommentare zu „Wie KI dir helfen kann, dich selbst zu verstehen“

  1. Avatar von
    Anonym

    Guten Morgen Sandra, das ist ja witzig. Genau dasselbe hab ich vor ein paar Wochen gemacht. und zwar noch etwas experimenteller. Ich habe mit meiner KI einen kleinen Test gemacht und habe gefragt, wie sie meine Persönlichkeit einschätzen würde. Eneagram und 16 Personalities. Das war wirklich krass. Sie hatte es punktgenau erfasst! offenbar aufgrund meiner bisherigen Zusammenarbeit mit ihr. Dann wurde es spannend: HD – auch hier war es ein treffer obwohl sie das geburtsdatum nicht wusste. Tja, was sagt uns das..? 😉

    1. Avatar von Sandra Hauser

      Hi, ja, das ist auch eine interessante Herangehensweise :-)!

      1. Avatar von janowitsch

        hab grad gesehen, dass mein Name gar nicht sichtbar wurde. ich bin der Jan, Jan von Wille… 😉

  2. Avatar von
    Anonym

    Schon das konfuzianische Buch der Wandlungen, das I Ging, gab Orakel zum Verlauf der Gegenwart und Zukunft. Es zeigte im Rahmen der jeweiligen konkreten Darstellungen Möglichkeiten zur Entfaltung der Wirklichkeit auf. Mehr nicht. Im Laufe der Zeit kamen Kaffeesatzleserei, Tarot, Wahrsagerei hinzu. Ich selbst mußte mich einmal im Rahmen einer Schulung der Weissagung durch Gummibären unterziehen. Man mag es nicht glauben; die fünf ausgewählten Gummibären standen wirklich für mich und meinen Charakter.
    Nichts anderes ist die Astrologie. Immer werden Wahrheiten aus dem geistigen Bereich zur Deutung herangezogen.
    KI gestützte Befragung setzt jetzt allen Befragungen die Krone auf, da sie sich ja aus all den oben genannten Quellen speist. Wir erkennen und Verstehen Vieles über uns.
    Über Sinn und Nutzen kann man nun vortrefflich streiten.
    Fazit: die Erkenntnis gibt die Außenansicht meines Seins wieder, so wie es mir gespiegelt wird. Und damit wandelt sich die Spiegelung in Fakten, die in meine weiteren Erwägungen und Handlungen mit einfließen. Gleichzeitig schließen sie andere konkrete Möglichkeiten aus. Ich begrenze mich selbst.
    Nicht zu Vergessen sei auch der einfache Fakt, den viele gerne ausblenden. KI äußert sich nie zu kritisch, greift niemals an, wählt immer Ich-Botschaften, die auch schmeicheln. Wer hört nicht gerne Gutes über sich selbst und läßt das Schlechte so verpacken, dass es auch positiv erscheint. Wo bleibt hier die so wichtige Schattenarbeit?

    1. Avatar von Sandra Hauser

      Hallo! Schattenarbeit und Typologien sind einfach zwei verschiedene Bereiche der Selbsterkenntnis, das eine kann das andere nicht ersetzen. Vielleicht hilft dem einen oder der anderen noch der Hinweis, dass echte Selbsterkenntnis mit dem Gefühl einer grossen Befreiung einhergeht – ah! So ist es! Ich darf so sein! Und ich muss eben nicht so sein wie jemand anderes. Hier ist eine Begrenzung sinnvoll, um in die eigene Stärke und Authentizität zu kommen. (Aber natürlich nur, wenn die Typologie stimmig ist) KI hat in diesem Fall nur die Aufgabe, Muster und einen roten Faden zu erkennen. Und Astrologie funktioniert nach einer anderen Logik als Kaffeesatzlesen, aber da solltest du dich besser mit einem kompetenten Astrologen unterhalten 🙂 Liebe Grüße an dich, Sandra

  3. Avatar von
    Anonym

    Wow, Sandra, das ist ja ein unglaubliches Experiment, das Du hier beschreibst. Ich habs grade mal ausprobiert – und bin total von den Socken, unvorstellbar, wie konkret und treffend diese Systeme arbeiten. Fühl mich sehr gut erkannt und gespiegelt – Danke für den Tipp, sehr wertvoll!

    Beate

    1. Avatar von Sandra Hauser

      Hi Beate, das freut mich sehr zu hören! Sei lieb gegrüßt, Sandra

  4. Avatar von Rainer Uwe
    Rainer Uwe

    Vielen Dank, Sandra, für deine Anregung. Meinem (Enneagram-)Typ 5 gemäß wollte ich es etwas genauer wissen und habe eine paar Abwandlungen gemacht:
    1) Ich habe zwei KI’s identisch befragt und verglichen: zuerst Claude und dann ChatGPT, um herauszufinden wie konsistent/vertrauenswürdig die Ergebnisse sind
    2) Ich habe sie jeweils zuerst geprimt mit der Bitte (meinen) Enneagramtyp 5 zu charakterisieren und anschließend dessen Ausprägung in den Spiral Dynamics-Stufen Orange, Grün, Türkis und Koralle zu beschreiben.
    3) Anschließend habe ich deine Frage zum roten Faden und zur Berufung gestellt. Die Typologien zu Astrologie/Sternzeichen, Human Design, MBTI, Genen Keys habe ich noch erweitert mit Enneagram, Spiral Dynamics (fiktiv Übergang von intergal zu holistisch, auch wenn das für mich (noch) nicht zutrifft, ich aber gerade spannend finde 🙂 und Seelenmatrix-Elemente aus der Seelenlehre nach Hasselmann/Schmolke bzw. den Michael Teachings.
    4) Nach den vielversprechenden aber auch abstrakt-allgemeinen Antworten zur Berufung habe ich dann noch nach einem konkreten, praktischen Beruf oder Tätigkeitsfeld gefragt.

    Die Ergebnisse von beiden fand ich erstaunlich gut und hilfreich.

    Fazit zum Vergleich der beiden Chat-Modelle:
    Es gab große Überschneidungen, wenn auch sprachlich etwas anders ausgedrückt.
    Claude hat mir einen Tick besser gefallen. ChatGPT war nüchterner, belehrender, hat auf die unterschiedliche wissenschaftliche Fundierung der Systeme hingewiesen („eher symbolische Systeme wie Astrologie und Human Design“), hat dann aber doch alle in einer Musterüberlagerung berücksichtigt mit der Bemerkung: „Wenn man diese Muster ernst nimmt, ergibt sich trotzdem ein erstaunlich konsistentes Bild“. Erstaunlich für mich ist, dass auch die Ergebnisse der beiden KI-Modelle zusammen ein ziemlich konsistentes Bild ergeben. Bei den konkreten Berufen/Tätigkeitsfeldern waren sie sich sie so gut wie einig, und auch darin, dass das ideale Tätigkeitsprofil nicht ein einzelner Beruf /eine einzelne Rolle. sondern ein organisches Portfolio bzw. eine Kombination sei, bei deren Elementen sie sich ebenfalls (nahezu) einig waren.

    Was ich bei Claude bemerkenswert fand, war die Tendenz zu mehr Kreativität, fast schon poetischer, bildhafter Sprache. Claude nahm den Begriff „Roter Faden“ als sprachliches Bild (was er ja auch ist) zum Anlass, mit einem sprachlichen Bild zu antworten: „Der rote Faden als Bild: Jens (d.h. die Person um die es ging) ist wie ein tiefer Brunnen in einer lauten Landschaft – wer innehält und lauscht, findet Wasser. Seine Berufung ist nicht, den Brunnen zu verstecken oder ihn jedem aufzuzwingen – sondern sichtbar zu sein, sodass jene, die Durst haben, ihn finden können.“
    Chat-GPT war da, wie gesagt etwas nüchtern.

    Wenn mich jemand fragen würde …. wäre meine Hypothese, dass die Spiral Dynamics-Stufe von ChatGPT eher orange-lastig ist (wenn auch integral-informiert?) und die von Claude eher grün-lastig. Dass könnte an einem entsprechenden Training mit orange- bzw. grün-lastigem Trainingsmaterial liegen und/oder an einer orange- bzw. grün-lastigen Konditionierung durch entsprechendes Feedback der orange- bzw- grün-lastigen menschlichen Trainer.

    1. Avatar von Sandra Hauser

      Wow! Das sind wirklich spannende Fragen und Beobachtungen! Ich glaube, das bringt mich auf eine weitere Idee… danke dir fürs Teilen! Sei herzlich gegrüßt, Sandra

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