Wie du dein Unterbewusstes trösten kannst

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Alle von uns haben unbewusste Glaubenssätze und Prägungen, die aus der frühen und mittleren Kindheit stammen. Manche sind toll, andere sind es weniger. Manche bringen uns voran, andere bremsen uns aus, ohne dass wir davon wissen. Manche kommen von den Eltern, manche von den Großeltern, manche von den Lehrern – und all diese Personen haben uns diese Glaubenssätze nicht absichtlich und bewusst vermittelt, sondern durch ihr Verhalten oder ihre Überzeugungen ebenfalls unbewusst und unabsichtlich weitergegeben. (Im Schwabenland dürften die bekanntesten wohl sein: „Schaffe, schaffe, Häusle baue“ und ´s Läba isch koin Schlodzr!)

In der Persönlichkeitsentwicklungsszene und im Coaching wird daher empfohlen, solche unbewussten Überzeugungen auf die Schliche zu kommen und sie dann positiv umzuformulieren. Manche erkennen wir recht schnell, andere sitzen tief und verborgen und sind mit schmerzhaften Erfahrungen verbunden, an die wir uns lieber nicht erinnern würden. Glaubenssatz-Arbeit kann daher anstrengend und herausfordernd sein – je nachdem, wie du aufgewachsen bist und welche Erfahrungen für dich prägend waren.

Vielleicht wurde dir unbewusst vermittelt, dass du nur in Ordnung bist, wenn du gute Noten hast, weil du dann besonders viel Aufmerksamkeit und Liebe bekommen hast. Oder du hast als Kind vor allem gestört und warst im Weg, dann hast du vielleicht gedacht: Ich bin eine Last oder eine Zumutung. Und so weiter…

Bei der Arbeit an Glaubenssätzen schreibst du diese Erkenntnis einfach um und wiederholst sie dann so oft wie möglich, damit sie nach und nach das alte Muster überschreibt.

Zum Beispiel:

Ich muss immer perfekt sein – Ich lerne durch Fehler und werde immer besser.

Ich bin doch egal – Ich bin auf der Welt, weil ich einen wichtigen Beitrag zum Ganzen leiste.

Ich bin dumm – Ich bin intelligent, auch wenn mich nicht jeder versteht.

Ich werde nur geliebt, wenn ich keine Umstände mache – Ich werde geliebt, gerade weil ich unvollkommen bin.

Ich mache schon viele Jahre Glaubenssatz-Arbeit, aber habe oft das Gefühl, ich könnte und müsste doch schneller vorankommen. (Ungeduld ist eindeutig eine Schwäche von mir) Deshalb habe ich vor einiger Zeit angefangen, Online-Rückführungshypnosen für mich zu nutzen.

Durch eine solche Online-Rückführungshypnose bin ich auf eine Szene in meiner Kindheit gestoßen, in der ich mit meiner Mutter in einen neu eröffneten Laden unserer Stadt gegangen bin und dort ein Kuscheltier entdeckt habe, dass ich unbedingt wollte, unbedingt. Meine Mutter meinte damals aber, es sei zu teuer und kaufte mir stattdessen als Ersatz einen schönen Stift in dem Laden. Diesen Stift liebte ich und benutzte ihn so lange, bis er kaputt ging. Er war auch bunt und damit wie das Kuscheltier – ein Wolpertinger, das bayrische Fabelwesen – ein unbewusster Ausdruck meiner inneren Vielseitigkeit.

Hängen blieb durch diese und andere Erfahrungen die Überzeugung, dass ich nicht das bekomme, was ich will, sondern nur einen zweitklassigen Ersatz, der auch ganz okay ist. Als ich das neulich meinem Mann erzählte, kaufte er mir prompt das Kuscheltier. Und heute gibt ihn mir meine Tochter regelmäßig zum Kuscheln in die Hand und ich spüre dabei: Ich bekomme doch, was ich mir wirklich wünsche – auch wenn ich manchmal viel Geduld haben muss, bis es in mein Leben kommt.

PS: Meine Kinder lieben ihn auch 🙂

Eine andere Möglichkeit wäre, du nimmst eine Puppe und stellst dir vor, dass diese dein inneres Kind ist, dem du jetzt all den Trost, all den Schutz und all die Liebe schenken kannst, die dir als Kind gefehlt hat.

Übrigens: Kuscheln funktioniert bei mir besonders gut, weil mein bevorzugter Sinnes- oder Wahrnehmungskanal das Fühlen ist. Wenn du eher visuell veranlagt bist, können Bilder dich besser trösten (Visionboard – pinn dir Bilder, die dir Hoffnung und Trost vermitteln, an die Wand) oder wenn du der auditive Typ bist, Worte (nimm deine Glaubenssätze einfach mit dem Smartphone auf und spiel sie dir immer wieder vor!)

Wenn dich das näher interessiert, google mal das „VAKOG-MODELL“.

Arbeitet du schon an deinen Glaubenssätzen? Schreib gerne in die Kommentare, welche Erfahrungen du dabei gemacht hast!

Christliche Schattenarbeit

Schattenarbeit ist das Bemühen darum, sich diesem Unbewussten wieder bewusst zu werden, zu stellen und es auf eine gesunde produktive Art zu reintegrieren.

Christlich integrale Lebenspraxis – ganz konkret

Das Prinzip ist ganz einfach: Es gibt vier Kernmodule, fünf Hilfsmodule und zig frei wählbare weitere Module. Du wählst aus jedem Modul mindestens eine Übung, die du ab da regelmäßig durchführst. Klingt kompliziert, ist es aber nicht.

Ein Kommentar zu „Wie du dein Unterbewusstes trösten kannst“

  1. Avatar von
    Anonym

    Solche alten Glaubenssätze sitzen im lymbischen System fest, hilfreich ist eine Traumatherapie

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